Hacker, die Fehler von der Ungarischen Telekom berichteten, stehen vor einer 8-Jahres Gefängnisstrafe

Viele von euch haben vermutlich diese Frage im Kopf:

“Ist es illegal, eine Internetseite auf Sicherheitslücken zu prüfen, ohne Erlaubnis des Besitzers?

Oder… “Ist es illegal diese Sicherheitslücken in der Öffentlichkeit zu verbreiten?”

Naja, die Antwort ist JA, es ist illegal, meistens zumindest, und genau das könnte schlecht ausgehen, auch wenn du eigentlich gute Absichten hast.

Letztes Jahr verhaftete die Ungarische Polizei einen 20-Jahre-alten ethischen Hacker, der beschuldigt wurde, schwere Sicherheitslücken gefunden und ausgenutzt zu haben in der Magyar Telekom, die größte Ungarische Telekommunikationsfirma. Er steht nun vor einer 8-Jahresstrafe im Gefängnis.

Laut den lokalen Ungarischen Nachrichten fand der Angeklagte zuerst große Sicherheitslücken in der Magyar Telekom, im April 2018 und erstattete Bericht bei den Zuständigen der Firma, die ihm später zu einem Treffen einluden.

Berichten zu folge reiste der Hacker nach Budapest für ein Treffen, welches nicht so gut ausging, wie eigentlich erwartet und anscheinend, erlaubte die Firma ihm nicht, weitere Tests an ihrem System durchzuführen.

Trotzdem führte der Mann weiterhin Tests an den Magyar Telekom Netzwerken durch und fand einen weiteren erheblichen Fehler im System, am Beginn letzten Mais, was einem Angreifer erlaubt hätte, alle öffentlichen und Einzelhandel mobil Daten und Verkehr zuzugreifen, und Einblick auf Firmenserver zu erhalten.

Als Magyar Telekom den “uneingeladenen” Gast entdeckten in ihrem Netzwerk, Berichtete die Firma den Vorfall sofort der Polizei, was zu seiner Verhaftung führte.

Der Hacker befindet sich derzeit auf Bewehrung. Die Ungarische Staatsanwaltschaft beantragte eine Gefängnisstrafe, während die ungarische Freiheitsunion, ein non-profit Rechts-Wachhund, den Hacker verteidigt, behauptend, dass die Anklage ungenau und unfertig ist, und die Tatsachen falsch darstellt.

Trotzdem stellt die Staatsanwaltschaft fest: “Jeder, der das Dokument des Anklägers liest, kann sicher gehen, dass die Anklage alle Informationen enthält”, angebend, dass der Hacker eine Linie überschritten hatte, und dank seiner Aktionen wurde die Gesellschaft Gefahren ausgesetzt, er muss jetzt die legalen Konsequenzen tragen.

Die Staatsanwaltschaft bot außerdem ein Schnäppchen an, welches besagt, dass wenn er seine Schuld zugibt, bekommt er eine 2-Jahres Strafe auf Bewährung, wenn nicht, müsste er 5 Jahre im Gefängnis verbringen.

Nachdem er dies ablehnte, wurde er mit einer erhöhten Strafe in der Anklageschrift belastet, genauer gesagt mit der Störung des Betriebs eines öffentlichen Versorgungsunternehmens, welche ihn bald hinter Gitter bringen könnte, für 8 Jahre, falls er für schuldig gesprochen wird.

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